Aktuelle Informationen

Alle vier Jahre finden vor der Schelmenburg in Bergen an vier Abenden
(2017: 24. bis 27.08., jeweils um 20 Uhr Beginn) die Aufführungen des
Laienschauspiels „Der Schelm von Bergen“ mit etwa 100 Mitwirkenden
vor und hinter der Bühne statt (bei schlechtem Wetter in der Stadthalle
Bergen - wird aber -hoffentlich- nicht erforderlich sein).
Aus den Sagen „Der Schelm von Bergen“ und etwas Wahrheit hat der
Enkheimer Heimatdichter Conrad Weil mit seiner bühnenwirksamen
Bearbeitung die Kräuterfrau Sybille, die Stimme des Kobolds und die
Figur des Hofnarren Anselmo 1952 ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt der
Geschichte steht der Henker von Bergen, der sein Leben riskiert: Für
einen einzigen Tanz mit der liebreizenden Kaiserin. Aber mehr wird hier
nicht verraten!
Nur soviel zur Vorgeschichte:
Nach einer Sage erschien auf einem von Kaiser Rotbart (seinen
Beinamen Barbarossa - barba = „Bart“, rossa = „rot/rötlich“ erhielt er in
Italien wegen seines rötlich schimmernden Bartes) veranstalteten
Mummenschanz im Palast zu Frankfurt eine stattliche Maske, ein
gewandter Tänzer, und mischte sich unter die Ritter und Frauen. Auch
die Kaiserin nahm an dem Reihen teil. Erst am Ende nahm man den
fremden Tänzer wahr und forderte seine Entlarvung. Als man in ihm den
Schinder von Bergen erkannte wichen alle mit Entsetzen zurück. Man
war in dem Wahn, durch seine Berührung ehrlos geworden zu sein. Und
so riefen die Teilnehmer des Tanzes: „Der Schelm von Bergen“. Aber der
Kaiser sprach: „Die Berührung der Hand meiner kaiserlichen Gemahlin
hat ihn ehrlich gemacht und adlig.“
Dies ist eine der vier Sagen über den „Schelm von Bergen“.

 

Vorspruch zum Stück:
„Es klingt ´ne Mär aus längst entschwundenen Zeiten
Dass Barbarossa einst zu Frankfurt Hof gehalten
Der Rat der Stadt ließ ihm ein fest bereiten
Denn Frohsinn sollte in den Mauern walten
Im Römersaal, in fröhlichem Gewimmel
Wogt hin und her der Masken bunte Schar
Und auch die Kaiserin stürzt froh sich ins Getümmel
Die Hohe Frau, sie war noch jung fürwahr
Des Festes Rausch war über sie gekommen
Wie feuriger junger Wein
Und hatte einen Tänzer sie genommen
Mit ihm sprang sie den Reihen ganz allein
Gewachsen war er schlank wie eine Tanne
Sein Feuerblick, er brannt´ ihr tief ins Herz
Sie wusste nicht, was zog sie hin zu diesem Manne
Voll bittrer Lust, voll süßem Schmerz
Es naht die Mitternacht, die Masken fallen
Da schallt ein Schrei des Schreckens durch den Saal:
„Der Henker ist´s! Der Schelm von Bergen!“ riefen alle
„Entehrt hat er des Kaisers G´mahl!“
Wie es sich zuzog und geschehn
Ihr werdet´s im August dann sehn.

 

BERGEN TREFFEN 2017 UND ALTSTADTFEST 2017

Gratulation dem BELC 89!

Die Existenz der Stadtkapelle steht auf dem Spiel! MUSIKER gesucht